Helfen und Heilen

Helfen und Heilen: Schon in der Steinzeit gelangen knifflige Operationen

Am 16. November 2025 berichtete Professor Dr. Wolfgang Otto vor Mitgliedern des Förder­kreises im Histo­ri­schen Museum der Stadt Regensburg über die Geschichte der Medizin. OP-Versuche, Kräuter­kunde, Hygiene und Prophylaxe von der Steinzeit bis zur Gegenwart – der Urologe Otto zeigte die Entwicklung der Heilkunde und ihrer Erfolgs­zeug­nisse über 40 000 Jahre hinweg auf.

Nicht nur die Wirkung von Heilkräutern und weiteren Pflanzen brachte er dem Publikum nahe, sondern auch operative Eingriffs­tech­niken und Instru­mente, die schon im stein­zeit­lichen Europa bekannt waren.

Neues medizi­ni­sches Wissen expor­tierten auch die Römer zu ihren Legions­städten, darunter Regensburg: Methoden opera­tiver Wundver­sorgung und ‑heilung mit schmerz­lin­dernden und entzün­dungs­hem­menden (Natur-) Medika­menten gehörten zu den Voraus­set­zungen militä­ri­scher Erfolge, wie Otto berichtete.

Für die neuere Zeit zeigt das Museum Exponate, die den sozio­kul­tu­rellen und medizi­ni­schen Aspekt des Bäder­wesens und der Pharmacie erläutern.

Gerade für entste­hende und wachsende Ballungs­räume mit ihrem spezi­fi­schen Infek­ti­ons­risiko und der Möglichkeit neuer epide­mi­scher Entwick­lungen bleibe die Entwicklung im Bereich Medizi­nal­ver­sorgung, Hygiene und Seuchen­be­kämpfung laut Otto Dauer­thema. Die Entwicklung der Wissen­schaft trägt dem national und inter­na­tional Rechnung. Zwingende Schluss­fol­gerung aus Dr. Ottos Vortrag: die Medizin­ge­schichte schreibt sich auch in Regensburg laufend fort.